Quality-VIP-Service

» Der Luxus ist der eigene Reiseleiter«

 

Entdecken Sie Ägypten zu zweit mit eigenem Fahrer und begleitet nur von Ihrem persönlichen deutschsprachigen Reiseleiter, die ausschließlich für Sie da sind. Sie bewahren Ihre Flexibilität und eine individuelle Betreuung. Selbstverständlich können wir auch hier noch Ihre eigenen Reisewünsche berücksichtigen und weitere Besonderheiten in den Reiseverlauf integrieren. Für alle, die perfekt organisiert, aber ohne Reisegruppe ein fremdes Land entdecken möchten, sind die Privatreisen von Quality Travel ideal. Sie reisen zu zweit mit Ihrem Partner, Ihrer Familie oder Freunden. Sie können bei allen Rundreisen zusätzlich Quality VIP-Service dazu buchen. Je nach Saison beträgt der Aufpreis ab € 175,- pro Person.

 

Wenn Sie Quality VIP bei Ihrer Reise dazu gebucht haben, wird die Besichtigung aller kulturellen Sehenswürdigkeiten, die in dem Programm beschrieben sind, privat durchgeführt. Bitte erwarten Sie bei dieser VIP-Leistung keinen besonders hochwertigen Transfer. Der einzige und größte Vorteil dieser Leistung ist, dass Sie nicht in einer größeren Gruppe unterwegs sind. Für Sie bedeutet dies, dass Sie Ihre Ägyptenreise ausschließlich mit jenen Mitreisenden unternehmen, mit denen Sie sich gemeinsam anmelden.

 

Es gibt einige wenige Tempelanlagen, die wir privat nicht durchführen können. Das sind z.B. Abu Simbel, Horus-Tempel von Edfu und Doppeltempel von Kom Ombo.

 

 

Aktuelle Artikel zum Thema Privatreisen

Der Trend zur Individualität spiegelt sich zunehmend in den Katalogen wider. Immer mehr Veranstalter schneidern für Alleinreisende, Paare und Kleingruppen eigene Rundreisen.

         

 

Der Fremde zögert, weiß nicht, wie er sich verhalten soll: Ein junger Mann hat ihn, seine Frau und den gemeinsamen Begleiter bei ihrem Spaziergang durch das syrische Dorf auf sein Gehöft gewinkt. Nun steht der Deutsche unschlüssig in der Haustür, während mehrere Frauen laut auf Arabisch auf ihn einreden. »Was sagen sie?« fragt er Dschihad, der ein paar Schritte hinter ihm geblieben ist. »Wir sollen hineinkommen, sie möchten uns zu einem Tee einladen«, übersetzt der Reiseleiter und dolmetscht zwischen den ausländischen Besuchern und den gastfreundlichen Dorfbewohnern. Der Abstecher in den kleinen Ort mit den Bienenkorbhäusern ergab sich spontan. Wie so vieles auf dieser Rundreise durch Syrien: Reiseleiter, Fahrer und die beiden Urlauber folgen zwar einem vorher ausgearbeiteten Programm. Doch immer wieder ändern sie die Route leicht ab, halten hier, stoppen dort. Mal wollen die Deutschen ein Foto schießen, mal möchte der Reiseleiter seinen Schützlingen eine weitere Sehenswürdigkeit zeigen, mal weiß der Fahrer von einer Besonderheit. Die kleine Gruppe muss schließlich auf niemanden Rücksicht nehmen, sie kann den Tag ganz nach ihren Vorstellungen gestalten – dank der gewählten Reiseform: Die zwei Urlauber haben eine sogenannte Privatreise oder (der Terminus unterscheidet sich je nach Veranstalter) individuelle Reise gebucht. Reiseleiter Dschihad, im Auftrag der Incoming-Agentur Syriana unterwegs, und der Fahrer des Minibusses sind ausschließlich für die beiden da.

 

 

Flexibilität bei der Planung. Noch besuchen die meisten Rundreisenden in einer größeren Gruppe ein Land oder sind auf eigene Faust unterwegs. Doch die Zahl derer, die eine Mischung aus beidem sucht, nimmt zu. Vor allem Urlauber, die Gruppenreisen ablehnen, betrachten Privatreisen als Alternative zur selbst organisierten Tour. Sie schätzen es, an die Hand genommen zu werden, wenn sie die Sprache nicht verstehen, ihnen die Kultur sehr fremd ist oder sich das Reisen als kompliziert darstellt. Und sie sind gleichzeitig froh darüber, sich trotzdem ein Stück Individualität und Flexibilität zu erhalten.

 

 » Der Luxus ist der eigene Reiseleiter«

 

Betreuung. Dschihad wartet bereits am Flughafen, als die beiden Deutschen in Damaskus landen. Neun Tage soll der Syrer ihnen sein Land zeigen und sie danach an die jordanische Grenze bringen. Eine schnelle Begrüßung, dann entschwindet der 42-Jährige mit den Dokumenten der Urlauber. Er kehrt kurz darauf mit Stempeln in den Pässen zurück, schleust sie an der langen Schlange vor der Einreise vorbei – ruckzuck und problemlos ist das Paar in Syrien angekommen. Auch in den nächsten Stunden und Tagen nimmt Dschihad den Besuchern alle Formalitäten ab; er checkt in den Hotels ein, besorgt sämtliche Eintrittskarten. Spätestens um neun Uhr holt er täglich seine Schützlinge ab. Dann geht es in Museen, Moscheen, Burgen oder zu antiken Stätten. Dschihad erklärt auf Deutsch – die meisten Veranstalter setzen möglichst einen deutschsprachigen Betreuer ein – die Kultur und Geschichte seiner Heimat. Er öffnet den Besuchern Türen, hinter die sie ohne Führer nie gekommen wären. Bringt sie an Orte, die sie mangels Ausschilderung alleine nur schwer gefunden hätten. Und er gibt den Menschen seines Landes ein Gesicht. So wie auch Ali.

 

An der syrisch-jordanischen Grenze heißt es nämlich Abschied nehmen. Der Fahrer bringt das Paar noch nach Amman, Dschihad aber betritt das Nachbarland nicht. Dort steht Ali, der jordanische Reiseleiter. Die beiden Deutschen beäugen ihn skeptisch. Sich auf einen neuen Begleiter einzustellen, passt ihnen in diesem Moment nicht. Bei Privatreisen ist es aber durchaus üblich, dass Reiseleiter wechseln – bei Grenzübergängen und wenn zum nächsten Ziel geflogen wird. Und Wechsel gibt es auch, falls zwischen Reisenden und ihrem Betreuer die Chemie nicht stimmt. Dann tauschen die Veranstalter nach eigenen Angaben den Begleiter sofort aus. Ali und seine Schützlinge verstehen sich nach kurzer Zeit bestens. Früh morgens, vor dem Ansturm der Massen, spaziert er mit ihnen durch die Felsenstadt Petra. Er erklärt dieses und jenes, lässt sie nach ein paar Stunden ihrer eigenen Wege gehen. Abends sitzen Ali, der neue Fahrer und das Paar bei Live-Musik in einem kleinen Restaurant. Sie sprechen über das Leben im Land, diskutieren über die Nahost-Politik. Später stimmen die beiden Jordanier in das Lied des Sängers ein – und die zwei Urlauber klopfen mit den Fingern den Takt mit.

 

Petra Hirschel

TRAVEL ONE 30.4.2008